REMMERT: vollautomatisch absortieren
Aktualisiert am: 16.06.2008 08:33
Die Friedrich REMMERT GmbH hat eine moderne Roboterapplikation entwickelt, die eine erweiterte Roboternutzung beim Artikelhandling innerhalb der Blechbearbeitung ermöglicht. Auf der AUITOMATICA befragten wir Geschäftsführer Matthias Remmert zu der neuen Lösung.





Redaktion: Herr Remmert, wodurch zeichnet sich Ihre Roboterapplikation aus?



















Matthias Remmert: Etwa 80 Prozent der heute überwiegend in der Serienfertigung eingesetzten Roboterapplikationen basieren auf statischen Systemen, das heißt, sie sind auf die Ausführung eines einzigen, definierten Bewegungsablaufs programmiert. Wir hingegen setzen mit unserer Lösung bewusst auf die Automatisierung der Einzelteilproduktion. Um diese Anforderung zu erfüllen, haben wir eine marktgerechte dynamische Applikation entwickelt, die es dem Roboter ermöglicht, alle Bewegungen, die beim Teilehandling und -absortieren erforderlich sind, zu bewerkstelligen. Der Laser-Sort sortiert dementsprechend Artikel unterschiedlichster Geometrien aus Laserschneidmaschinen prozesssicher ab. Dazu stellt die dynamische Applikation eine Verbindung zwischen Gutteil und Roboterabsortierwerkzeug auf Basis des Schachtelplans der Laserschneidmaschine her und das 100 Prozent offline.

























































Redaktion: Bieten die Hersteller von Laserschneidmaschinen dafür nicht eigene Lösungen an?



Matthias Remmert: Die Absortierung lasergeschnittener Teile ist aufgrund der enormen Bandbreite an Geometrien, Konturen und Materialdicken eine echte Herausforderung. Laserschneidanlagenhersteller stellen in der Regel Portallösungen zur Verfügung, denen es an der notwendigen Flexibilität mangelt. Unsere Roboterapplikation hingegen überzeugt durch ihre Leistungsfähigkeit und den modularen Aufbau. Schließlich kann das System herstellerunabhängig an alle gängigen Maschinentypen angeschlossen und damit in jedes Automatisierungskonzept integriert werden.



Redaktion: Ist die neue Automatisierungslösung schon im Praxiseinsatz?



Matthias Remmert: Ja, und zwar bei der Hörmann Automotive Components GmbH ehemals MAN Nutzfahrzeuge AG, Geschäftseinheit Pressteile. Das Unternehmen produziert Chassis, Karosserie- und Anbauteile für die LKW- und PKW-Fertigung. Der Roboter ist dort Teil einer vollautomatischen REMMERT-Blechfertigungszelle, bestehend aus einem Blechlager, Fertigungssoftware, zwei Lasermaschinen und dem Laser-Sort. Auf einer Linearachse verfahrend sortiert der Roboter dort Gutteile aus zwei Laserschneidmaschinen ohne Wartezeiten parallel ab und entsorgt die Restgitter. Der gesamte Fertigungsprozess erfolgt somit komplett mannlos angefangen bei der automatischen Materiallagerung über die mannlose Bestückung der Lasermaschinen bis hin zur intelligenten Teileabsortierung.



Redaktion: REMMERT gilt als Spezialist für Lagerlösungen. Was gab den Ausschlag zur Entwicklung der Roboterapplikation?



Matthias Remmert: Wir haben unsere bestehenden Lösungen für effizientes Warehousing und Handling von Langgut und Blechen in Richtung der Automationstechnik erweitert, um unseren Kunden neues Optimierungspotenzial zu erschließen. Das Ergebnis ist eine moderne, vollintegrierte Produktionslogistik, die die Prozesse Bevorratung, Artikelhandling, Fertigung und Absortierung optimal verknüpft. Neben dem Laser-Sort haben wir übrigens eine weitere Roboterapplikation entwickelt: den Cutting-Sort, der Sägezuschnitte absortiert und den vollautomatischen Materialtransport von der Sägemaschine zu weiteren Bearbeitungszellen realisiert. Die Ergänzung unserer Produktpalette ist auch der Grund, warum REMMERT erstmals als Aussteller auf der AUTOMATICA 2008 vertreten ist.







Redaktion: Herr Remmert, wodurch zeichnet sich Ihre Roboterapplikation aus?









































































Redaktion: Bieten die Hersteller von Laserschneidmaschinen dafür nicht eigene Lösungen an?





Redaktion: Ist die neue Automatisierungslösung schon im Praxiseinsatz?





Redaktion: REMMERT gilt als Spezialist für Lagerlösungen. Was gab den Ausschlag zur Entwicklung der Roboterapplikation?






