Folge der Sägebörse auf Twitter Die Sägebörse auf Facebook Die Sägebörse auf LinkedIn

Jetzt macht Sägebänder nachschärfen wieder Sinn

Aktualisiert am: 08.01.2008 15:02
Was vor vielen Jahren noch äußerst gefragt war, ist heutzutage meistens out. Mancherorts ist aber der Blick zurück durchaus sinnvoll, wie die Entwicklung, über die wir Ihnen heute berichten möchten, zeigt.

Die Firma Loroch GmbH wurde 1899 durch Josef Loroch in Heidelberg gegründet. Hier wurde der von ihm entwickelte Apparat zum Löten von Bandsägen gebaut und vertrieben.
1906 erlangte er das kaiserliche Patent für diesen Lötapparat.
1913 erfolgte die Umsiedlung nach Mörlenbach und der Bau der ersten Sägeblattschärfmaschine.
Im Jahr 1920 entwickelte das Unternehmen die erste automatische Schärfmaschine mit Schleifscheibe für Band- und Kreissägen.

In der Folge werden viele verschiedene Sägeblattschärfmaschinen für praktisch alle vorkommenden Sägearten in der Holzindustrie gebaut.
Richtungweisend war 1980 die erste NC-gesteuerte Maschine für Metallkreissägeblätter. Ab da verlagerte sich der Schwerpunkt hin zu Schärfmaschinen für metallschneidende Sägeblätter.

Seit Jahren ist die Firma Loroch Marktführer für Schärfmaschinen zum Nachschärfen von metallschneidenden Kreissägeblättern und seit 2006 Mitglied der Vollmer Gruppe, dem weltweit größten Hersteller für Sägeblattschärfmaschinen.


Das Nachschärfen von Sägebändern ist in den letzten Jahren fast völlig in Vergessenheit geraten. Gründe dafür sind zum einen die niedrigen Preise für Sägebänder und zum anderen die technische Erkenntnis, dass stark beanspruchte Bänder meist auch einen abgenutzten Bandrücken haben und sich nicht zum erneuten Einsatz eignen.
Der zunehmende Einsatz von hartmetallbestückten Sägebändern lässt die alten Fakten in einem völlig neuen Licht erscheinen.
Einerseits verschleißt der Bandrücken eines hartmetallbestückten Sägebandes nicht mehr so stark, da die Schneidleistung der Bänder deutlich höher ist und der Druck auf den Bandrücken somit schwächer wird. Andererseits sind diese Bänder um ein Vielfaches teurer als herkömmliche Bänder.
Grund genug für Herrn Dr. Loroch von der Loroch GmbH in Mörlenbach, sich erneut Gedanken über dieses Thema zu machen. Und wenn man auf eine so lange Tradition und Erfahrung im Schärfen von Bändern und Blättern zurückschauen kann, dann sollte man auch eine ganz besondere Maschine bauen.
Die Anforderungen, die man sich bei Loroch gestellt hat, klingen alles andere als einfach:



Ein hochmoderner Schliff soll am Zahn aufgetragen werden
Die Maschine soll bedienerfreundlich sein
und zu erschwinglichen Preisen verkauft werden



Seit diesen Tagen steht das Ergebnis fest: Das Ziel wurde tatsächlich erreicht.









Mit der CNBS 80 bietet Loroch eine preiswerte, aber robuste Maschine mit einer 2-Achsen CNC-Steuerung zum Nachschärfen von CV-, Bimetall- und HM-bestückten Sägebändern.
Die max. mögliche Sägebandbreite beträgt 80 mm, was ein breites Spektrum der heute eingesetzten holz-, papier- und metallschneidenden Sägebänder abdeckt.

Gegenüber konventionellen Bandsägenschärfmaschinen fallen sofort folgende Unterschiede ins Auge:

? die zu schleifende Zahnform wird über eine CNC-Steuerung und Servoantrieb erzeugt, während dies früher über Zahnformnocken und diverse mechanische Einstellungen gemacht werden musste
? es werden hochwertige CBN-/DIA-Schleifscheiben im Nassschliff statt keramischer Schleifscheiben im Trockenschliff eingesetzt


Damit ergeben sich folgende Vorteile:

die Bedienung der Maschine ist wesentlich einfacher und bedienerunabhängig geworden
die Zahnformen sind frei programmierbar, die vorgewählten Span- und Freiwinkel werden präzise geschliffen
die Oberflächenqualität des Schliffes ist wesentlich besser geworden
ein ständiges Wechseln und Abrichten der Schleifscheibe ist nicht mehr erforderlich
die Schmutz- und Lärmentwicklung beim Schleifen ist wesentlich geringer


Darüber hinaus werden dem Beobachter noch folgende Unterschiede auffallen:

Bei konventionellen Maschinen wird der Sägezahn mit einer Vorschubklinke vorgeschoben und die Zahnkontur durch die gleichzeitig ablaufende Schleifkopfbewegung geschliffen.

Infolge der unterschiedlichen Vorschubkraft bei unterschiedlich breiten und langen Sägebändern kann dies zu Ungenauigkeiten bei der zu schleifenden Kontur führen.

Die CNBS 80 arbeitet nach einem ganz neuen Prinzip:

Der Sägezahn wird mit einer Vorschubklinke exakt in eine definierte Schleifposition geschoben. Dort wird der Zahn über eine Klemmvorrichtung fixiert. Nun wird die gesamte Zahnkontur über eine 2-Achsenbewegung des Schleifkopfes nachgeschliffen. Die Zahnkontur wird somit immer exakt geschliffen.

Dieses Schleifprinzip ermöglicht somit auch das problemlose Nachschärfen von Sägebändern mit Kombi- oder Varioverzahnung.

Die CNBS 80 garantiert durch Ihre moderne CNC-Steuerung, ihre steife Konstruktion, einfache Bedienung sowie die Verwendung von CBN- und DIA-Schleifscheiben eine sehr hohe und gleich bleibende Schleifqualität sowie hohe Wiederholgenauigkeit.

Indem eine genaue Zahngeometrie mit exakten Span- und Freiwinkeln erzeugt wird, sind sehr gute Schnittergebnisse der Sägebänder erreichbar.