Hochleistungs-Lagertechnik für Airbus
Aktualisiert am: 08.01.2008 15:03
Kleine Teile für große Vögel



Ob Metallschrauben, Kunststoffhalterungen, Arbeitsschuhe für Werkmitarbeiter oder Klebeband nahezu jedes der ca. 50.000 verschiedenen Kleinteile, die Airbus für die Produktion von Flugzeugrumpfschalen am Standort Nordenham benötigt, kommt aus dem Automatischen Kleinteilelager von REMMERT. Durch das neu integrierte Warehouse samt vorgeschalteter Kommissionierzone gewährleistet Airbus-Logistikdienstleister LTS Nordwest dem Flugzeugbauer neben der kompakten Bevorratung auch eine sehr schnelle auftragsbezogene Bereitstellung der Kleinteile für die Produktion.











































Das Automatische Kleinteilelager (AKL) ist Teil eines neu integrierten Materialwirtschaftszentrums, das Logistikdienstleister LTS Nordwest im Mai 2006 auf dem Nordenhamer Airbus-Areal in Betrieb nahm. Dort realisiert die LTS Nordwest GmbH die Bevorratung und Kommissionierung aller für den Rumpfschalenbau benötigten Kleinteile sowie Langgüter und liefert diese just in time an den Flugzeugbauer. Vor dem Logistikoutsourcing bevorratete Airbus die Materialien dezentral in verschiedenen größtenteils manuell bedienten Lagersystemen. Im Zuge der Projektvergabe wurden diese platzintensiven Lager aufgelöst und die gewonnenen Flächen zum Ausbau der Flugzeugfertigung genutzt. Wir beliefern zum Teil mehrmals täglich ca. 150 Bahnhöfe innerhalb der Airbus-Produktion. Das Material ist punktgenau auf den Fertigungsplan abgestimmt. Lieferverzögerungen sind ein absolutes Tabu, da diese unmittelbaren Einfluss auf den Produktionsfluss hätten. Deshalb waren die Anforderungen bei der Planung des neuen Materialwirtschaftszentrums auch extrem hoch, berichtet Stephan Albers, Geschäftsführer der LTS Nordwest GmbH.























































Projektanforderungen und Anbieterauswahl

Um das Warehousing sowie die Kommissionierung der 50.000 verschiedenen Kleinteile so effizient wie möglich zu gestalten, suchte LTS Nordwest einen Partner, der ein kompaktes Lagersystem mit hoher Leistung sowie eine flexible Fördertechniklösung als Gesamtpaket bieten konnte. Diese Anforderung wurde noch durch die Auflage verschärft, bei der Planung und dem Bau der Anlage alle relevanten Airbus-Standards zu 100 Prozent zu erfüllen. Die Leistung des AKL sollte mehr als 240 Doppelspiele pro Stunde betragen. Diesen Wert hatten wir anhand des mit Airbus vertraglich festgelegten Auftragsvolumens errechnet, konkretisiert Albers. Dass diese Forderungen hinsichtlich der Schnelligkeit und Verfügbarkeit ebenfalls Maßstab für die zu integrierende Fördertechnik waren, ist einleuchtend: Pro Stunde sollten über 240 Paletten wegeoptimiert einem definierten Kommissionierplatz zugeführt und anschließend zurück zu einer der vier Einlagerstationen des Warehouse transportiert werden. Nach intensiver Anbieterauswahl entschied sich LTS Nordwest für das Gesamtpaket von REMMERT. Der Output von Lager- und Fördertechnik lag deutlich über den von Airbus vorgegebenen Leistungswerten. Außerdem bot uns REMMERT bei der Fördertechnik weit mehr Flexibilität als die Wettbewerber.



Hochleistungs-AKL



Hochgeschwindigkeits-Fördertechnik



Überzeugende Ergebnisse

-Fördertechnik folgende Ergebnisse:



	Die zentrale Bevorratung der 50.000 verschiedenen Kleinteile in einem einzigen Hochleistungs-AKL reduziert die benötigte Lagerfläche um ca. 80 Prozent. Die frei gewordenen Flächen nutzt Airbus heute für die Produktion.

	Die Hochgeschwindigkeits-RBG meistern stündlich 260 Doppelspiele.

	Quer zum Rollbahn-Loop verlaufende Kettenförderer verbinden unterschiedliche Streckenbereiche der Fördertechnik strategisch miteinander. Diese Kreuzungen ermöglichen einen zeit- und wegeoptimierten Transport der Tablare.

	Last, but not least, ist das neue Kleinteilelager zukunftssicher geplant: Eine flexible Erweiterung des AKL um eine fünfte bzw. sechste Gasse ist jederzeit problemlos möglich.








