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Historie

Von der Steinzeit zur Moderne - ein kleiner Exkurs durch die Geschichte der Sägetechnik

Tatsächlich als Säge genutzte Werkzeuge aus Hirschgeweihen sind seit ca. 7000 vor Christus archäologisch bekannt. Aus der Steinzeit (ca.2.5 Mio. Jahre v. Chr.) und der Eiszeit (ca. 2,7 Mio. Jashre v. Chr.) sind ebenfalls Werkzeuge bekannt, die augenscheinlich zu einer Art "Sägen" genutzt wurden. Damit ist das Sägen die mit Abstand älteste Form der heute unter "spanabhebenden Techniken" zusammengefassten Bearbeitungsmethoden.

Besonders interessant finde ich bei Kaltenbach die "In-Linie-Produktion" der Nachkriegszeit und natürlich die "dicke" Kreissäge, die in ähnlicher Form noch heute gebaut wird. Ein Erfolgsmodell!

Auch Kasto baute in den 20er Jahren schon Bügelsägen.

SBA 240, Baujahr 1966
2-Säulen-Bandsäge-Vollautomat, entwickelt ab Anfang der 60-er Jahre. Konnte hier nach meiner Lehrzeit bei FORTE ( 1966 – 1969 ) im Sägebandbereich den Umbruch vom wolframlegierten Werkzeugstahlband bzw. HSS-Sägeband hin zum leistungsfähigen Bimetall-Sägeband mit all seinen damaligen Kinderkrankheiten mitmachen. Die zum Sägen von schwer zerspanbaren Stählen ursprünglich eingesetzten Voll-HSS-Sägebänder brachten keine zufriedenstellende Standzeiten, da beim Voll-HSS-Sägeband zu schnell Ermüdungsrisse am Bandrücken auftraten bei noch ausreichender Zahnspitzenschärfe. Erst das Bimetall-Sägeband ( Trägermaterial Vergütungsstahl und Zahnspitzen aus HSS DMo5 ) brachte bei Bandsägemaschinen den Durchbruch bei Schnittleistung und Standzeit. Wird heute als Allround-Sägeband bei nahezu allen zerspanbaren Werkstoffen, vom NE-Metall über Wald- und Wiesenstähle bis hin zu rost- und säurebeständigen Stählen / Sonderlegierungen eingesetzt.

FORTE 250, Baujahr ab 1978
Dieses Bandsägemaschinenmodell wurde von FORTE ab Anfang der 50-er Jahren in ca. 30 000 Exemplaren gebaut und dürfte bis in die 80-er Jahre die wohl populärste Bandsägemaschine europaweit in Schlossereien und Metallbaubetrieben gewesen sein.

SBA 401, Baujahr 1986
2-Säulen-Bandsäge-Vollautomat, gebaut ab Ende der 60-er Jahre

BA 251, Baujahr 1987
Bandsäge-Vollautomat im Schwenkrahmenbereich, hervorgegangen aus der Bandsägemaschine FORTE 250. Gebaut ab Ende der 50-er Jahre. Trotz aktuell veralteter Technik In Deutschland immer noch ca. 100 Exemplare im Einsatz.

1928
Hermann Klaeger, Betriebsdirektor der Fortuna-Werke Stuttgart-Bad Cannstatt, übernimmt am 1. Januar 1928 das seit 1905 bestehende Bügelsägenprogramm und gründet die »Fortuna-Kaltsägenfabrik« in Stuttgart-Untertürkheim. Bei der Übergabe wird der jungen Firma das Recht eingeräumt, den Namen »Fortuna« weiterzuführen.

Fortuna-Klaeger: mit diesem Namen wurde regelrecht eine Ära eingeleitet. Der Historie wird mit einer neuen fortuna-Baureihe wieder Rechnung getragen. Nach einer kurzen Blütezeit in den Jahren 1928/29 bekommt auch die Firma Klaeger die Weltwirtschaftskrise zu spüren. Mit technischen Innovationen, Fleiß und unternehmerischen Geschick wird diese Zeit überwunden. Danach folgt eine stete Aufwärtsentwicklung, die allerdings durch die schwere Kriegszeit unterbrochen wurde.