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 Laser statt Säge – Rohre flexibel bearbeiten
Rohre und Profile werden im Stahl- und Apparatebau häufig gesägt. Dabei kann es sich lohnen, das Sägen durch das Laserscheiden zu ersetzen. Das bringt mehr Flexibilität, spart Arbeitsschritte und erhöht die Effizienz in der Produktion.


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Für die Rohrbearbeitung erweist sich der Laser in vielfacher Hinsicht als vorteilhaft.
 Laserschneiden reduziert Arbeitsschritte und verkürzt den Fertigungsprozess. In einem Arbeitsgang längt der Laser das Bauteil ab, schneidet Löcher ebenso wie komplexe Konturen
 Das Laserschneiden ersetzt mehrere konventionelle Arbeitsschritte wie Anreißen, Sägen, Bohren, Fräsen oder Stanzen.
 Neue, innovative Rohrkonstruktionen können mit dem Laser schnell und sicher produziert werden.
 Knickrohrverbindungen werden so gestaltet, dass sich Rohre sogar von Hand zum Beispiel zu einem Rahmen biegen lassen. Microjoints sichern bei der Bearbeitung die Stabilität der Rohre.
 Steck-, Rasterverbindungen und Fügehilfen erleichtern nachfolgende Montagearbeiten und können Schweißarbeiten vereinfachen.
 Aufwendige Schweißvorrichtungen können zum Teil entfallen.
 Im Gegensatz zu Sägeautomaten arbeitet der Laser berührungslos, ein Verformen der Rohre wird so verhindert.
 Die hohe Qualität der Schnittkanten macht Nacharbeit wie das Entgraten überflüssig.

Insgesamt ein Bündel an Eigenschaften, die sich positiv auf eine wettbewerbsfähige Schnittzeitenkalkulation auswirken.

Moderne Rohrlasersysteme präsentieren sich dabei äußerst flexibel. Auf der TruLaser Tube 7000 von Trumpf können beispielsweise Rohre bis zu 9,2 Metern Länge mit Durchmessern bis zu 250 mm geschnitten werden. Auch eine Wanddicke von 8 mm meistert die Anlage problemlos. Möglich machen das die TruFlow CO2-Laser mit bis zu 3,6 kW Leistung sowie starke Antriebe, die auch schwere Profile stemmen. Die dialogfähige Maschinensteuerung hilft Rohre und Profile mit unterschiedlichen Dicken und Abmessungen zu bearbeiten. Durch die Abstandsregelung hat der Schneidkopf immer den gleichen Schneidabstand und führt den Schnitt bei Rechteckprofilen sicher über die Ecke. Stufenrollen, welche die Rohre unterstützen und gleichzeitig seitlich führen, stellen sich automatisch auf die verschiedenen Durchmesser ein.

Ein Plus an Automatisierung bietet der LoadMaster Tube. Das Rohrmagazin fasst bis zu vier Tonnen Rohmaterial und führt dieses der Anlage zu. Die Maschinensoftware vergleicht die Geometrie der Rohre, die zur Bearbeitung anstehen mit der programmierten Geometrie und verhindert so Störungen durch Teile, die versehentlich falsch eingelegt wurden. Die Greifer passen sich automatisch an die gemessenen Rohrlängen an. Einzelrohre, Kleinserien und Sonderprofile lassen sich manuell einlegen oder mit der einschwenkbaren Förderstrecke zuführen.

Auch komplexe Rohrkonstruktionen werden mit der Programmiersoftware TruTrops Tube in einer 3-D Umgebung genau und fertigungssicher erstellt. Dabei lassen sich individuelle Parameter wie Länge, Breite, Höhe, Wanddicke oder Abstände von Durchbrüchen unkompliziert anpassen. Mit wenigen Mausklicks werden automatisch Positionierhilfen und Knickverbindungen erzeugt.

Egal ob rund, rechteckig, quadratisch oder oval, Profile in allen Größen und Formen bearbeitet der Laser schnell und flexibel - und kommt dabei ohne Werkzeugwechsel aus.
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